Isa Schössler - Tanzschule JUMP

Alles begann für mich mit 4 Jahren und der Anmeldung in einer Tanzschule in Bernkastel. Von da an nahmen die Dinge Ihren Lauf.

Nun es war nicht so, dass ich das Talent eines Mikhail Baryshnikov oder die Ausdruckskraft einer Ursula Cain in die Wiege gelegt bekam. Nein, es machte mir einfach Spaß zur Musik zu tanzen und mich auszudrücken. In meinem jugendlichen Überschwang und einer kleinen Portion Selbstüberschätzung meldete ich mich mit 14 Jahren zu einem Schulpraktikum an der Hochschule für darstellende Künste in Mannheim an. Die niederschmetternde Beurteilung meiner tänzerischen Fähigkeiten damals war schlicht weg »schlecht«.

Wieder zu Hause und mit der Enttäuschung im Gepäck beschloss ich, diese Beurteilung nicht auf mir sitzen zu lassen und es diesen »Ahnungslosen« zu zeigen. Wie man halt als Jugendliche so denkt. Ich wollte »Gas geben« und so meldete ich mich kurzerhand beim Theater in Trier an, um zusätzlichen Ballettunterricht zu nehmen. Eine erfreuliche Begleiterscheinung in Trier war die Tatsache, dass man als Tanzstatist, auch erste Bühnenerfahrung sammeln konnte. Und was soll ich sagen, mit Fleiß und Ausdauer wurden meine Fähigkeiten gestärkt und mit zunehmender Erfahrung lernte ich einiges dazu. Begeistert durch meine Fortschritte wurde mir klar, der nächste Schritt musste gemacht werden.

Tanzen war schon immer mein Leben und ich könnte mir nie im Leben einen anderen Beruf vorstellen! – Isa Schössler

Mit 16 Jahren ging ich in den Kölner Raum, um ein Studium zur Tänzerin und Tanzpädagogin, an einer Tanzakademie zu belegen. Schon nach zwei Jahren wurde ich gefragt, ob ich nicht Lust hätte an der Tanzakademie selbst Kurse zu unterrichten. Natürlich wollte ich. Glücklich nicht vor Stolz geplatzt zu sein, schloss ich mein Studium ein Jahr später erfolgreich ab.

Ich blieb, der Tanzakademie noch zwei Jahre, als freie Mitarbeiterin erhalten und sammelte in der Zeit auch in anderen Tanzschulen weiter Erfahrung im Unterrichten. Mit der Aussicht auf weitere Bühnenauftritte und Auslandserfahrung heuerte ich bei einem Robinson Club im Ausland an. Ich war verantwortlich für eine Jugend-Show und übernahm selbst die Choreographie von meinen Soloauftritten. Mit insgesamt 11-12 Auftritten in 14 Tagen war mein Kalender randvoll. Dieses Arbeitspensum ließ mich schon bald über meine berufliche Zukunft nachdenken. Ich verlängerte meinen Vertrag nicht und ging wieder zurück in den Kölner Raum. In den kommenden zwei Jahren machte sich allmählich ein Gefühl wie Heimweh breit und ich gab 2003 diesem Gefühl nach und kehrte an die Mosel zurück.

Nachdem ich kleinere Engagements bei Tanzschulen in Trier, Saarburg und Bernkastel annahm, entstand langsam die Idee, etwas Eigenes zu machen. Und wie man so mit Mitte zwanzig so ist, gesagt getan.
Ich gründete Jump, indem ich einen Raum von einer Krankengymnastin in Zell, anmietete. Und am 03.09.2003 ging es los. 2004 nach unserem ersten Tag der offenen Tür (Bilder findet Ihr in den Bildergalerien) wuchs die Schülerzahl auf über 60 an. Es war an der Zeit umzuziehen. 2004 zog ich mit der Tanzschule Jump in die Barlstr. 18 nach Zell-Barl an der Mosel.

Motiviert durch »unseren« ersten Auftritt und der positiven Resonanz beim Tag der offenen Tür reifte eine Idee in mir. Die Begeisterung meiner Schüler zum ersten Mal vor »fremdem« Publikum getanzt – und es überlebt zu haben – vor Augen, entwickelte ich unsere erste Showaufführung in der Stadthalle in Zell. 2005 war es so weit und wir führten »Fantasy« in einer ausverkauften Halle auf. Wenn ich an die vielen Emotionen und die Begeisterung in den Gesichtern der Mitwirkenden denke, überläuft mich heute noch ein Schauer und ja, die eine oder andere Träne zeigt sich in meinen Augen. Es war wirklich ein ganz besonders Erlebnis für mich und die noch sehr junge Ballett-, Tanz- und Bewegungsschule Jump so ein Event mit den Schülern gestemmt zu haben. Es sollten in den folgenden Jahren noch weitere Highlights folgen, aber das erste Mal war trotzdem besonders für mich.

Wirtschaftlich wuchsen wir weiter und so konnte ich Anett Kleintz (Ballett, tänzerische Früherzeihung) und Michael Beuren (Paartanz-Disco Fox, Jive, etc.) für uns gewinnen. Die Teilnahme an der Leistungsschau in Zell an der Mosel und der zweite Tag der offenen Tür rundeten das Jahr 2006 ab.

2007 nahmen wir unsere zweite Show »The stage« in Angriff und mit dem Eintritt von Lile Zastrow kam eine für mich sehr wichtige Person zu Jump. Lile brachte sich von Anfang an sehr persönlich bei Jump ein und ihr Geschick bei der Herstellung unserer Kostüme brachte uns auf ein neues Niveau. Als die Nachfrage nach Fitnessangeboten stetig zu nahm, trugen wir diesem Interesse Rechnung und ich engagierte Sonja Michels (Pimp your body) und Vera Scheffels (American Dance Fitness). Unser bisher letzter Tag der offenen Tür 2008 machte mir klar, wir mussten einen Weg finden, den starken Besucherzuspruch in andere Bahnen lenken. Doch dazu später mehr.

Auf das Jahr 2009 mit »Cinderella« unserer dritten Show in Zell, bei der mehr als 200 Schüler auftraten, folgte im Jahr 2010 die zweite Teilnahme an der Leistungsschau in Zell. 2011 entwickelten wir mit »So ein Zirkus!« unsere bis dahin aufwendigste Show. Wie vorhin schon erwähnt war das Besucheraufkommen bei unserem letzten Tag der offenen Tür 2008 so groß, dass wir beschlossen, ab 2012 ein Sommerfest im Freien an dessen Stelle treten zu lassen. Bis heute eine wirklich gute Entscheidung überzeugen Sie sich selbst (hier geht es zu den Bildern). Der ungebrochene Fitnesstrend veranlasste mich dazu Nadine Dedores Regh (Step-Aerobic) und Anna Bauer (u.a. Zumba) von uns zu überzeugen und beide unterrichten seit 2013 für Jump. Der Erfolg zeigte sich schnell und bei einigen Fitnesskursen wurde unser Saal förmlich gesprengt. Seit dem selben Jahr ist Jürgen Wallenborn für uns im Bereich Salsa tätig und deckt hier mit viel Leidenschaft die Unterrichtsinhalte ab. 2014 wurde unser Sommerfest zum zweiten Mal inszeniert. Mit Ballett für Erwachsene gehen wir wieder einmal neue Wege und wollen zeigen, dass man nicht nur im Kindesalter mit Ballett anfangen kann.

Mittlerweile sind viele Events und Aufführungen dazu gekommen, dann der Neubau der Tanzschule deren Fertigstellung dann in die Phase der Corona-Pandemie fiel. Das alles und noch viel mehr erfahrt ihr hier demnächst!

Danke das Ihr Euch für Jump interessiert!

Eure Isa Schössler